Freiheit – Gleichheit – Sinnlichkeit
Literatur des Libertinismus in Deutschland
Von Josefine Kitzbichler, Markus Bernauer | Verlag: Galiani-Berlin
Über das Buch
Versteckt, verboten, zensiert: Wo in der Literatur der Goethezeit Freigeisterei, Sinnlichkeit oder gar Sex Erwähnung fanden, war die Zensurschere schnell zur Hand. Und doch gab es eine erstaunliche Menge an libertinen Texten – oft anonym gedruckt, unterm Ladentisch gehandelt: Hier sind sie, lest und staunt! Ähnlich wie 1968 fand schon im 18. Jahrhundert eine Art Revolution des Denkens und Schreibens statt: Man besann sich auf das Hier und Jetzt (statt aufs Jenseits), man feierte Körper und Dasein, man schwor der Erbsünde ab und dachte »über den Trieb, sich zu gatten« (Johann Reinhold Lenz) nach – oder man beschrieb ihn gar. Freilich meist im Verborgenen, in anonymen Schriften oder – zu Zeiten der Französischen Revolution – in einer Flut von Büchern, die heimlich gehandelt wurden. Zentren dieser Bewegung waren der freigeistige Hof Friedrichs des Großen, Großstädte (»Du Sodomsort, Du neues Gomorrha«) wie Wien und Berlin und die Schreibstuben der Dichter, die auf die Unverkrampftheit heidnisch-antiker Autoren gestoßen waren. Erst mit der Restauration verschwand dieses Schrifttum wieder – um hinfort von der Germanistik ignoriert zu werden.Schwester Monika
Ausgaben von Freiheit – Gleichheit – Sinnlichkeit
- Hardcover
- ISBN 9783869712895
- E-Book (EPUB)
- ISBN 9783462312492
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Versteckt, verboten, zensiert: Wo in der Literatur der Goethezeit Freigeisterei, Sinnlichkeit oder gar Sex Erwähnung fanden, war die Zensurschere schnell zur Hand. Und doch gab es eine erstaunliche Menge an libertinen Texten – oft anonym gedruckt, unterm Ladentisch gehandelt: Hier sind sie, lest und staunt! Ähnlich wie 1968 fand schon im 18. Jahrhundert eine Art Revolution des Denkens und Schreibens statt: Man besann sich auf das Hier und Jetzt (statt aufs Jenseits), man feierte Körper und Dasein, man schwor der Erbsünde ab und dachte »über den Trieb, sich zu gatten« (Johann Reinhold Lenz) nach – oder man beschrieb ihn gar. Freilich meist im Verborgenen, in anonymen Schriften oder – zu Zeiten der Französischen Revolution – in einer Flut von Büchern, die heimlich gehandelt wurden. Zentren dieser Bewegung waren der freigeistige Hof Friedrichs des Großen, Großstädte (»Du Sodomsort, Du neues Gomorrha«) wie Wien und Berlin und die Schreibstuben der Dichter, die auf die Unverkrampftheit heidnisch-antiker Autoren gestoßen waren. Erst mit der Restauration verschwand dieses Schrifttum wieder – um hinfort von der Germanistik ignoriert zu werden.Schwester Monika
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Freiheit – Gleichheit – Sinnlichkeit?
Versteckt, verboten, zensiert: Wo in der Literatur der Goethezeit Freigeisterei, Sinnlichkeit oder gar Sex Erwähnung fanden, war die Zensurschere schnell zur Hand. Und doch gab es eine erstaunliche Menge an libertinen Texten – oft anonym gedruckt, unterm Ladentisch gehandelt: Hier sind sie, lest und staunt! Ähnlich wie 1968 fand schon im 18. Jahrhundert eine Art Revolution des Denkens und Schreibens statt: Man besann sich auf das Hier und Jetzt (statt aufs Jenseits), man feierte Körper und Dasein, man schwor der Erbsünde ab und dachte »über den Trieb, sich zu gatten« (Johann Reinhold Lenz) nach – oder man beschrieb ihn gar. Freilich meist im Verborgenen, in anonymen Schriften oder – zu Zeiten der Französischen Revolution – in einer Flut von Büchern, die heimlich gehandelt wurden. Zentren dieser Bewegung waren der freigeistige Hof Friedrichs des Großen, Großstädte (»Du Sodomsort, Du neues Gomorrha«) wie Wien und Berlin und die Schreibstuben der Dichter, die auf die Unverkrampftheit heidnisch-antiker Autoren gestoßen waren. Erst mit der Restauration verschwand dieses Schrifttum wieder – um hinfort von der Germanistik ignoriert zu werden.Schwester Monika
Welche Kernthemen, Tropen oder Sujets werden untersucht in Freiheit – Gleichheit – Sinnlichkeit?
Belletristik und verwandte Gebiete > Belletristik: allgemein und literarisch, nicht nach Genre > Klassische Belletristik: allgemein und literarisch
Kann ich in Freiheit – Gleichheit – Sinnlichkeit hineinlesen?
Hier können Sie eine offizielle Vorschau der wenigen Seiten lesen https://www.book2look.com/book/9783869712895
Wer ist der Autor / Wer sind die Autoren des Buches Freiheit – Gleichheit – Sinnlichkeit?
Josefine Kitzbichler, Markus Bernauer
Wer ist der Verleger des Buches Freiheit – Gleichheit – Sinnlichkeit?
Galiani-Berlin
Wie lauten die ISBN-Nummern für die physische und die digitale Ausgabe?
Freiheit – Gleichheit – Sinnlichkeit ist erhältlich als Hardcover(ISBN 9783869712895) und E-Book (EPUB)(ISBN 9783462312492)
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