Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis

Neuübersetzung

Von Arend Kulenkampff Arend Kulenkampff,George Berkeley George Berkeley | Verlag: Meiner, F

Über das Buch

Über kaum einen Philosophen von Rang haben Zeitgenossen und Nachwelt ein so zwiespältiges Urteil gefällt wie über George Berkeley. Als eine der \"am wenigsten umstrittenen Lehrmeinungen in der umstrittensten aller Wissenschaften, der Wissenschaft vom Menschen\" bezeichnet J. S. Mill Berkeleys Theorie der erworbenen Fähigkeiten des Gesichtssinns, die sich fast zweihundert Jahre als herrschende Lehre behaupten konnte. Ein \"närrisches System\" nennt Diderot, der mit diesem Verdikt nicht allein steht, den Berkeleyschen Idealismus. Dabei scheinen Kritiker wie Diderot zu übersehen, daß Berkeley, wenn er die Existenz der Materie bestreitet, keine Tatsache bestreitet, von der unsere Sinne Zeugnis geben. Der Idealismus, der nur Geisteswesen und Ideen 'in the mind' als existierend anerkennt, stellt die Naturordnung nicht in Frage. Wohl aber gewinnt Berkeley durch die idealistische Seinsannahme das begriffliche Rüstzeug, das es ihm ermöglicht, das gesetzmäßige Naturgeschehen als Sinnzusammenhang, als Zeichensprache Gottes zu deuten – gemäß dem von ihm für evident wahr gehaltenen Grundsatz, daß alles, was nach einer Regel geschieht, von etwas ausgehen muß, das die Regel versteht. In seinem Hauptwerk \"Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis\" entwickelt Berkeley diese Lehre vom Immaterialismus, die aus der Kritik an Locke und Malebranche hervorging und allein den Geist als Substanz anerkennt. Oft mißverstanden, reicht die implizite Wirkung dieses Textes bis in die Gegenwart hinein.

Ausgaben von Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis

Taschenbuch
ISBN 9783787316380
E-Book (PDF)
ISBN 9783787320165

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Über kaum einen Philosophen von Rang haben Zeitgenossen und Nachwelt ein so zwiespältiges Urteil gefällt wie über George Berkeley. Als eine der \"am wenigsten umstrittenen Lehrmeinungen in der umstrittensten aller Wissenschaften, der Wissenschaft vom Menschen\" bezeichnet J. S. Mill Berkeleys Theorie der erworbenen Fähigkeiten des Gesichtssinns, die sich fast zweihundert Jahre als herrschende Lehre behaupten konnte. Ein \"närrisches System\" nennt Diderot, der mit diesem Verdikt nicht allein steht, den Berkeleyschen Idealismus. Dabei scheinen Kritiker wie Diderot zu übersehen, daß Berkeley, wenn er die Existenz der Materie bestreitet, keine Tatsache bestreitet, von der unsere Sinne Zeugnis geben. Der Idealismus, der nur Geisteswesen und Ideen 'in the mind' als existierend anerkennt, stellt die Naturordnung nicht in Frage. Wohl aber gewinnt Berkeley durch die idealistische Seinsannahme das begriffliche Rüstzeug, das es ihm ermöglicht, das gesetzmäßige Naturgeschehen als Sinnzusammenhang, als Zeichensprache Gottes zu deuten – gemäß dem von ihm für evident wahr gehaltenen Grundsatz, daß alles, was nach einer Regel geschieht, von etwas ausgehen muß, das die Regel versteht. In seinem Hauptwerk \"Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis\" entwickelt Berkeley diese Lehre vom Immaterialismus, die aus der Kritik an Locke und Malebranche hervorging und allein den Geist als Substanz anerkennt. Oft mißverstanden, reicht die implizite Wirkung dieses Textes bis in die Gegenwart hinein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis?

Über kaum einen Philosophen von Rang haben Zeitgenossen und Nachwelt ein so zwiespältiges Urteil gefällt wie über George Berkeley. Als eine der \"am wenigsten umstrittenen Lehrmeinungen in der umstrittensten aller Wissenschaften, der Wissenschaft vom Menschen\" bezeichnet J. S. Mill Berkeleys Theorie der erworbenen Fähigkeiten des Gesichtssinns, die sich fast zweihundert Jahre als herrschende Lehre behaupten konnte. Ein \"närrisches System\" nennt Diderot, der mit diesem Verdikt nicht allein steht, den Berkeleyschen Idealismus. Dabei scheinen Kritiker wie Diderot zu übersehen, daß Berkeley, wenn er die Existenz der Materie bestreitet, keine Tatsache bestreitet, von der unsere Sinne Zeugnis geben. Der Idealismus, der nur Geisteswesen und Ideen 'in the mind' als existierend anerkennt, stellt die Naturordnung nicht in Frage. Wohl aber gewinnt Berkeley durch die idealistische Seinsannahme das begriffliche Rüstzeug, das es ihm ermöglicht, das gesetzmäßige Naturgeschehen als Sinnzusammenhang, als Zeichensprache Gottes zu deuten – gemäß dem von ihm für evident wahr gehaltenen Grundsatz, daß alles, was nach einer Regel geschieht, von etwas ausgehen muß, das die Regel versteht. In seinem Hauptwerk \"Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis\" entwickelt Berkeley diese Lehre vom Immaterialismus, die aus der Kritik an Locke und Malebranche hervorging und allein den Geist als Substanz anerkennt. Oft mißverstanden, reicht die implizite Wirkung dieses Textes bis in die Gegenwart hinein.

Welche Kernthemen, Tropen oder Sujets werden untersucht in Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis?

Philosophie und Religion > Philosophie > Philosophische Traditionen und Denkschulen > Westliche Philosophie: nach 1800

Kann ich in Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis hineinlesen?

Hier können Sie eine offizielle Vorschau der wenigen Seiten lesen https://www.book2look.com/book/9783787316380

Wer ist der Autor / Wer sind die Autoren des Buches Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis?

Arend Kulenkampff Arend Kulenkampff,George Berkeley George Berkeley

Wer ist der Verleger des Buches Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis?

Meiner, F

Wie lauten die ISBN-Nummern für die physische und die digitale Ausgabe?

Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis ist erhältlich als Taschenbuch(ISBN 9783787316380) und E-Book (PDF)(ISBN 9783787320165)